Dr. Blog bei imaging.ch

Heute referierte Dominik Allemann alias Dr. Blog im Rahmen der Swico-IG imaging.ch über Social Media. Ein paar wenige Take-Aways aus dem einstündigen Referat:

Ein Blogbeitrag benötigt im Durchschnitt rund zwei Stunden Arbeit (was ich persönlich bestätigen kann). Mit anderen Worten: Es ist richtig Arbeit – und es kostet auch etwas. Der Aufwand, den die Agentur Bernet leistet, lässt sich (eine Beraterstunde à CHF 200 unterstellt), auf rund CHF 100’000 im Jahr beziffern. Ein zünftiges Akquisitionsbudget für eine kleine Agentur. 

Allerdings, der Aufwand lohnt sich in doppelter Hinsicht: Einerseits denkt in der Schweiz mittlerweile jedermann sofort an Bernet, wenn es um PR im Bereich Social Media geht. Das bringt natürlich Kunden. Andererseits profitieren die PR-Berater dank Bloggen auch davon, dass sich ihr Einstellung geändert hat. Sie denken nun journalistischer und können sich so auch besser in eine ihrer wichtigsten Zielgrupe hineindenken: die Medienleute.

Denn die Journalisten sind nach wie vor wichtig: Selbst bei den webafinen Bernets werden immer noch 50% des Umsatzes mit Medienarbeit verdient, und nur 20% im Netz. Dazu kommen noch 5% für Publikationen und – ganz wichtig – 25% Strategie. Denn ohne Strategie (sprich konzeptionelle Arbeiten) machte keine Kommunikationsaktivität Sinn.

Allemann beobachtet gegenwärtig eine Tendenz dazu, Social Media in den Unternehmen (wieder) zu öffnen, da ja heute so gut wie jeder Mitarbeitender ein Smartphone hat und auch damit am Arbeitsplatz online gehen kann. Die Auswirkungen auf die Produktivität sind allerdings nicht zu unterschätzen, wie eine neue Studie von Kelly Global Workforce darlegt.

Dass die Branche noch in den Kinderschuhen steckt, merke man daran, dass man noch kaum wage, Absatzsteigerung (oder auch Personalakquistion) als wichtiges Motiv für die Social Media zu postulieren, obwohl doch dies im Zentrum jeder Kommunikation liegen müsste. Dies liege wohl daran, dass hier die Erfolgskontrolle noch nicht sehr weit gediehen sei (trotz umfangreicher Statistik-Tools).

Allemann empfiehlt im übrigen allen Produktverantwortlichen, sich mit Twitter auseinander zu setzen. Nicht um es primär als Sendeplatz zu benutzen, sondern um die eigenen Produkte im Web zu verfolgen. Ein gut aufgesetzte Twittersuche erspare manch teures Monitoring-Tool, und sei wohl oft auch schneller.

Bernetblog

[Mit Dank an Dominik Allemann für das inspirierende Referat und an Marco Dick (@commafactory) für den Hinweis auf die Kelly-Studie.]

Advertisements

Ein Gedanke zu „Dr. Blog bei imaging.ch

  1. Dominik Allemann

    Hab Dank, Jean-Marc, f??r diese gute Zusammenfassung. Bei den errechneten 100’000 Investitions-Franken w??rden wir mit einem 2h-Schnitt rund 10 Blogs pro Woche schreiben. Soweit sind wir noch nicht ganz 😉 Eine wichtige Motivation neben der journalistischen Sicht und Denke ist uns auch Wissens-Erarbeitung und -Tausch. Der Blog ist f??r unsere Beratert??tigkeit tats??chlich eine enorm wichtige Inspiration.

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s