Heldenhaft

Die heutige Energiepolitik der Schweiz besteht aus zwei Drittel Wunschdenken und einem Drittel Gesundbeterei, sage ich jeweils. Thomas Held bringt es in seiner Kolumne im TA Magazin noch knapper auf den Punkt: „Es gibt sie nicht, die Energiewende“.

Folgende Takey-Aways, für diejenigen, welche nicht den ganzen Beitrag lesen wollen:

  • Auf der Traktandenliste der faktischen Weltregierung G-20 wird Klimaerwärmung ins hinterste Drittel verbannt worden – ohne konkrete Aussagen zum Thema.
  • Die EU, welche auf Goodwill und viel Geld aus China angewiesen ist, hat gegenüber dem grössten CO2-Emittenten der Welt keinerlei Druckmittel in der Hand (gilt übrigens nicht nur fürs Klima, sondern auch für die Menschenrechte!).
  • Die politische Unterstützung der EU für Klimapolitik bleibt bestehen, aber Verträge ohne Weltgeltung sind wirtschaftlich nicht mehr tragbar.
  • Die Kernkraft bleibt oder wird wieder in verschiedenen Ländern zu einer ernsthaften Option.
  • Nur die Schweiz kann sich die energetische Selbstkasteiung weiter leisten.
  • Die massiven Umstrukturierungen, Entlassungen und Führungswechsel in der Energie-Wirtschaft zeugen davon, dass sich die Schweizer Energiebranche vor einer „Mission Impossible“ sieht.

Am Ende, so sieht Thomas Held völlig richtig, steht nicht das grüne Paradies, sondern das Stromimportland Schweiz.

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[Bildnachweis: free-clipart.net]

 

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