Warum denn in die Ferne schweifen?

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Im Tages-Anzeiger zieht Constantin Seibt über den Klimawandel-Skeptiker Dr. Willie Soon her, weil dieser – wie Greenpeace USA metikulös zusammengetragen hat – innert eines Jahrzehnts im Zusammenhang mit Studienaufträgen für eine Million USD Aufträge aus der Öl- und Kohlenindustrie erhalten hat. Damit sei seine wissenschaftliche Unabhängigkeit nicht mehr gewährleistet und alle seine Erkenntnisse unglaubwürdig. Ich kenne die Arbeiten von Willie Soon nicht im Detail und kann mich natürlich nicht dazu äussern. Wenn allerdings die Tatsache, dass jemand Forschungsaufträge gegen Bezahlung übernimmt, automatisch seine wissenschaftliche Glaubwürdigkeit vernichtet, dann hätte Herr Seibt nicht ein amerikanisches Beispiel bemühen müssen. In der Schweiz gibt es Dutzende von Forschern und Beratungsunternehmen, deren Geschäftsgrundlage in der Bewirtschaftung des Klimawandels besteht (und die kein Jahrzehnt benötigen, um damit eine Million Dollar umzusetzen). Ich wage jedoch die Aussage, dass wir nie einen Artikel von Herrn Seibt zu deren Glaubwürdigkeit lesen werden. Womit wir bei der Glaubwürdigkeit von Herrn Seibt angelangt wären…

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2 Gedanken zu „Warum denn in die Ferne schweifen?

  1. Verena Reist

    Ach… Wer sagte nur, dass der Begriff Wahrheit allein dadurch suspekt sei, dass er in den Plural gesetzt werden k??nne?

    Antwort

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