Lobotomie

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Trolle kommen nicht nur in der nordischen Mythologie oder als Erdgas-Feld in der Nordsee vor, Trolle sind auch und vor allem ein Phänomen des Internets: diejenigen Kerle, welche die Kommentarspalten von Blogs in Schlachtfeld, Wüste oder Chaos verwandeln. In seinem einstündigen Auftritt an der Re:publica XI präsentiert unser Lieblingsirokese Sascha Lobo neueste Erkenntnisse aus der Trollforschung. Jenseits von sehr viel Selbstdarstellung, Klamauk und Insider-Jokes bleibt folgendes haften:

  • Trolle wollen nicht provozieren, sondern sich provoziert fühlen.
  • Trolle können je nach Blog deutlich mehr als die Hälfte der Kommentare liefern.
  • Trolle sind die Destruenten des Internets (im Gegensatz zu Produzenten und Konsumenten). Sie bauen Überflüssiges und Schädliches ab.
  • Die evolutionäre Aufgabe der Trolle: Festigung sozialer Strukturen, Abhärtung, Fokus auf Sicherheit.
  • Ein Ökosystem geht ohne Destruenten ein. Fehlende Destruenten werden durch andere Teilnehmer ersetzt.
  • Wenn Trolle radikal bekämpft werden (was durchaus möglich ist), entstehen aus der Restgruppe neue Trolle – oder die Gruppe geht ein.

Für Produzenten und Konsumenten sind Trolle oft sehr ärgerlich. Lobos Forschung zeigt jedoch überzeugend auf:

    Trolle sind ein notwendiger Teil des Ökosystems Internet.

    (Video aufgeschaltet durch Christian Cordes auf Vimeo)

     

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